Montag, Januar 05, 2009

der drei(?)klang der ostdeutschen schweiz

die es freilich nicht gibt. aber es gibt die herrliche ilse bähnert und die spricht das schönste sächsisch, das herr ü. kennt.
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das neue leben


des herrn ü. spielt sich in dieser tollen thermostasse ab. aus ihr wird er erklären, was die welt im innersten warm hält.

Sonntag, Januar 04, 2009

tatortfoto


einer hausbesetzung durch katzen.

Samstag, Januar 03, 2009

hier fehlt der herr ü.

teppichfliesen

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damals (1967) durfte noch nicht beworben werden, dass sich teppichfliesen ( das ist so etwas ähnliches wie schinkenkäse) auch hervorragend als arschwärmer eignen, während man auf der rigi sitzt und eisgekühlte coca-cola trinkt.


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entfliehen


konnte der herr ü. den massentransporten in kurzes glück und darbt nun wieder in der ebene.

Freitag, Januar 02, 2009

zurück ins graue


grauen der welt. kein problem mit sonne im herzen und ausreichend geld.

su schiii


so schiii wirds nimmer. blick gen züri.

ein hänger voll spass



und gesammelter kinetischer energie. aus anstand und rücksicht behält herr ü. das foto für sich, wie der waggon entladen wird. (der mensch das tier)

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massenflucht


über die wolken.

das gleisende in gleissendem licht


schienenschluss im schuppen. vielleicht liebt herr ü. die schweiz so, weil sie manchmal doch ausschaut wie seine modellbahn, als er noch ein kleines ü. war und seine welt auf eine alte, grün angemalte tür passte.

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mit händen und füssen


wehrt sich herr ü. zurück in die welt tauchen zu müssen.

Donnerstag, Januar 01, 2009

schneeflöckchen


in der silvesternacht. schneeflockengrosse schneeflocken schlagen auf herrn ü.s kopf ein. doch das macht auch nichts mehr.

der abend des ersten tages


des neuen jahres. geht das so weiter, wird es ein sportliches. das letzte begann und blieb voll last, doch egal, denn herr ü. trug sie, mit hilfe seiner frau.

überlandblick



erst nach dem sattsehen


kann man sein.

und immer


türen aufstossen, neuem entgegen.

kindheitsträume


lebenszwischenräume.

die wahrheit


über den schweizer tourismus. in VIEHWAGEN werden die opfer auf die höhen verbracht und dort ausgesetzt. dem puren vergnügen.

verpasste erfindungen


der saufomat.schlecht geknipst, aber klick es mal gross.

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paradüs


schlittenfahrn ist, anders als leben, allein einfacher.

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happy new snow


rigikulm

Mittwoch, Dezember 31, 2008

halt dich gerade


beim guten rutsch.

die ü'sche spur


ins neue jahr. er nimmt das brett vom kopf und fährt auf ihm gen himmel.

bänkergruss


von der bank.

Sonntag, Dezember 28, 2008

sonne aus



linienführung



antizyklisch

wie ja allgemein bekannt, wurde den kindern in der ddr buratino statt pinoccio, mischka bär statt mikey mouse und karl marx statt karl may vorgesetzt. für die karriere war es wichtig, gojko mitic zu lieben und gefährlich, pierre brice zu kennen. und so kennt herr ü. die zyklische krise des kapitals besser als die geschichten aus büllerbü. tatsächlich hörte man etwa in der sechsten klasse erstmals davon. und so ist es selbstverständlich, dass herr ü. sich auch dieses mal wieder antizyklisch verhält.

herr ü. hatte den kapitalismus tief eingeatmet, damals, als man den ramazotti plötzlich auch trinken konnte. kapital ist geronnene arbeit, kapitalismus ein system in dem der mehrwert zum besitzer der produktionsmittel und nicht zum besitzer der arbeitskraft fliesst. ob man das für richtig oder auch nicht hält, daran scheidet sich rechts und links. so weit so gut so banal.

kapitalismus ist aber auch und eigentlich, wenn der (moralisch unrechtmässige) besitzer dieses mehrwertes beginnt, damit zu handeln. "das geld arbeiten zu lassen" wie es euphemistisch heisst. nur kann geld nicht arbeiten, und auch der zinsgewinn musste irgendwo an einem anderen ort geschaffen werden. die chinesen in der dafür geschaffenen fabrik bauen uns nicht nur die i-pods, sondern auch den zinsgewinn auf unsere anlagen. den realen. der irreale kommt aus der luft und verschwindet dahin auch wieder, wie in den letzten monaten gesehen.

wer kein kapital hat, kann trotzdem mitspielen und zwar auf kredit. es entwickelten sich ungeahnt grosse blüten des negativen kapitalismus, der kreditwirtschaft. solche herr ü.s können teilhaben an der reichwerdung der reichen, in dem sie kredit aufnehmen und damit die selben sachen kaufen, wie die, die positiven kapitalismus betreiben. das hat keinen effekt, ausser dem für den ersten moment genau so auszusehen wie die, in deren soziale höhen man erstrebt. urspiessig ist das. die kreditwirtschaft giert nach gewinn und beginnt zukünftige arbeitskraft zu handeln und der kreditnehmer zockt kräftig mit. in der hoffnung, auch später noch arbeitskraft zu sein. so entstand die hypotheken und kreditkrise.

herr ü. war lange zeit ein negativer kapitalist. doch systemkritisch wie er als alter wiederständler nun mal seit dem kindergarten ist, bewegt er sich antizyklisch und hatte just als die krise ausbrach keine schulden mehr.
mit diesem neuen, soliden lebensgefühl verfolgt herr ü. die neue weltwirtschaftskrise und schüttelt mit dem kopf. darüber, dass man mit richtiger politik so falsch liegen kann (merkel) und andersherum (sarkozy). aber auch welche wege aus der krise heraus jetzt gesucht werden.

wir haben eine krise, die auf riesigen kredit und also schuldenbergen beruht und der weg da heraus soll durch die aufnahme noch viel gigantischerer schulden ganzer staaten geebnet werden. herr ü. macht sich erntshaft sorgen, über eine welt, der nichts anderes einfällt als zu produzieren und zu verbrauchen damit das system läuft.
und es ist bestürzend eine derart diskreditierte linke zu sehen, dass auch jetzt in dieser situation das grundlegende system nicht hinterfragt wird. darum mag herr ü. die beruflslinken auch nicht. sie besetzen einen platz mit ihrem klamauk, der leuten mit wirklichen ideen gehören sollte und nicht hummerfressenden berufsrevolutionären.
(herr ü. frisst auch ab und an hummer, aber er tut nicht, als sei er der reinkarnierte karl liebknecht)



und hier im illustren teil noch einige filmli zum thema und zur entspannung:
gojiko 1977
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schmidt über pierre brice
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herr ü. und pierre brice:
herr ü. als höflicher paparazzi

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Samstag, Dezember 27, 2008

rad ab

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was ist hier falsch?

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möglichkeiten weihnachten zu ertragen

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so wird sich herr ü. nächste weihnachten der welt präsentieren.

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Freitag, Dezember 26, 2008

katzenclub


toffen

Donnerstag, Dezember 25, 2008

was ist welt


wenns futter gibt?

neue trends


mode für verflossene. herr ü., selbst x - mal ex, als hutmodel.

bitter enttäuscht


liess herr ü. gestern abend den bentley im westside stehen und hörte sich statt dessen eine predigt an, die einkaufszentren und luxuswagen verteufelte. herr ü. schliesst sich an. welch BLASPHEMIE! ein bentley in silber.

Mittwoch, Dezember 24, 2008

kolonnen

irgendwann wird sie dann knapp, die zeit. bis zum ladenschluss müssen geschenke oder die zutaten zum basteln und backen eingekauft sein. dieses jahr nützt es der welt nicht, alternativ zu tun, wir MÜSSEN kaufen um sie zu retten. und am besten ja autos, denn in bremerhafen stürzen sie (sich) schon von den kaikanten. kauft und rettet das system! wir geben unser leben her für geld und dieses dann wieder zur rettung des systems. wir geben also unser leben für das system.

bevor herr ü. weihnachten feiern geht, wird er noch einen gutschein kaufen müssen. während dessen will seine frau noch einige kleinigkeiten aus der migros holen. sie entschliessen sich, das im neuen supereinkaufszentrum westside zu tun.

herrn ü. fällt eine alte geschichte ein, als sie erörtern, dass er für die wellnessgutscheine sicher in einer schlange (kolonne) wird anstehen müssen. vor etwa dreissig jahren bekam herr ü. den auftrag, in einer kleinen nachbarstadt zu einem ganz bestimmten fleischer zu gehen, der berühmt für seine wurst war. das restgeld, das auf der einkaufsreise bleiben würde, sollte ihm gehören. der kleine ü. sah, kaum aus dem überlandbus gestiegen einen kompass im schaufenster liegen, mit dem er sich belohnen wollte. damit war klar, wie viel geld übrig bleiben musste.

die schlange vor dem fleischer war sehr lang und es hätte mindestens eine stunde gedauert, bis herr ü. den kompass vom rest hätte kaufen gehen können. vorher traute er sich dann doch nicht.
während er so in der schlange anstand, platzte seine überdehnte, nur altersgemäss entwickelte geduld.

gegenüber war ein laden, da gab es auch wurst und keiner stand an. im konsum. also kaufte herr ü. die wurst da. es war die selbe, die er in seiner heimatstadt in jeder kaufhalle bekommen hätte. das störte ihn nicht im geringsten, wichtig war der kompass, für den mehr als genug geld übrig blieb. der konsum war auch noch billiger.

nachher könnte er diese geschichte, wie es sich für einen gereiften gehört etwas zusammengezogen, wiederholen. warum in einer langen schlange anstehen, wenn es im westside läden gab, in denen sich kein mensch ausser dem verkäufer aufhielt?
im autohaus nemetz hätte man viel zeit für herrn ü..
dort verkauft man ferrari, maserati und bentley.
herr ü. würde seiner frau dann im parkhaus zeigen, was er statt gutscheinen für die schwiegereltern erworben hatte.
denen würde er eine ausfahrt in seinem neuen tannenbaumgrünen auto schenken.

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Dienstag, Dezember 23, 2008

knapp


entging herr ü. der dachlawine.

Sonntag, Dezember 21, 2008

die gardinen


will der exmillionär mit ins schwesternwohnheim nehmen. dafür lässt er kaminholz da und das wasser im pool.

gute lage


ob biel. praktisch, der faktory outlet von rolex und omega gleich vor der tür.

blick in den park


herr ü. findet das anwesen ganz nett, der helilandeplatz gefällt dem herr ü.. mit dem öv ist hier oben nichts zu machen.

krisenprofiteur


herr ü. nutzt den sonntag und sieht sich frei werdende villen an. der vorbesitzer verlor seinen hedge fond und wird nun krankenschwester.

Samstag, Dezember 20, 2008

einfach nur blass

einfach nur blass wird der herr ü. ob dieser seite. erst lachte er ja, dann staunte er, einen professor der mondeologie gefunden zu haben und dann sah er sich das gästebuch an und die farbe (das grau) wich ihm aus dem gesicht. und aus dem gedanken: mein gott, wofür andere leute so zeit haben! wurde eine sehr kritische eigensicht. dieser fremde mann, der auch auf blauem untergrund schreibt, hat wenigstens noch sinnvolle ratschläge an die menschheit, beziehungsweise ihren autoafinen teil zu vergeben. was hat der herr ü.?
nur allein durch das wissen, auf diese seite zurückgreifen zu können, könnte herrn ü. zum mondeo fahrer machen.
und letztlich ist es doch ein freudiger ausruf gen himmel:

mein gott, wofür der mann zeit hat!
für sich und das was ihn interessiert.
was für ein glück.

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Freitag, Dezember 19, 2008

wie weihnachten noch früher war

wir haben viel gelitten im osten.
spitzel hatten am heiligen abend das ohr an der tür und kontrollierten, ob man auch mit der familie schöbel sang.
vorsicht, das ist heftig!
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wie weihnachten früher war

früher endet dieses jahr.
früher, als weihnachten noch grün war, hörte man gern dieses merkwürdige lied und sah sich schnee an.
das video lässt vermuten, dass schweizer coiffure dahinter stecken.
">für alle die es wie früher wollen. schnee nur am bildschirm und ein george michael, der tut als bringe ihn eine dunkelhaarige dauergewellte durcheinander.

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von weihnachtsstimmung erlöst?

die landschaft draussen vor der stadt ist bedeckt mit einem weissen tuch der stille.
autos tragen schneehauben in die stadt, fahren auf schwarz gesalzten strassen und
rutschen manchmal in die aufgehäuften schneeberge, die zu gross sind um schnell
dreckig zu werden.
tief beugen sich die bäume unter ihrer last, manche halten sie nicht und brechen
auf die strasse. männer mit stangen sind unterwegs und müssen das schöne bild stören.

es ist so richtig winter und das nun bald seit wochen. überrascht war herr ü., als
er dieser tage im radio hörte, in wenigen tagen sei weihnachten. er sah nach draussen,
denn dort erinnerte ihn nichts daran. der weisse frieden dort passte nicht in diese
zeit, in der wir uns bis zum infarkt hetzen um dann drei tage ruhe und frieden zu finden.
herr ü. bekommt dieses jahr partout keine weihnachtsstimmung und das liegt am schnee.

doch es gibt noch andere gute omen, die andeuten, dass herrn ü.s kompliziertes verhältnis
zu weihnachten bessert. früher schrieb herr ü. immer in den kalender, wann er "last christmas" von george michael das erste mal zufällig hörte. eines der lieder welches man garantiert einmal im jahr zufällig hört. gestern blieb er vor einem radio stehen, das einsam vor sich hin dudelte. es quoll george michael aus ihm, aber nicht dieses weihnachtslied.
DAS ist ein zeichen! es besteht hoffnung!
wenn weihnachten plötzlich weiss und ohne das lied ist, dann kann die ganze welt ändern.

CHANGE!!! - yes, we can!

obama greift durch!

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Dienstag, Dezember 16, 2008

älter werden

nach dieser lektüre, vor allem aber dem grossartig traurigen interview mit schlingensief im gedruckten spiegel (print mirror) überlegte herr ü. gestern abend noch lange, wann er mit rauchen aufhören würde. das ist banal, aber vielleicht ist die wahrheit banal. vielleicht ist das wichtigste was der herr ü. vom schlingensief lernen kann, mit dem rauchen aufzuhören.
er bewundert, wie der künstler mit der krankheit umgeht, traurig aber offensiv.

dann sah sich herr ü., nun so wieso schon schlecht gestimmt noch einige videos von schagersängern an, die ihre fünfundzwanzig jahre alten erfolge in ländlichen autocentern oder dem zdf fernsehgarten zum besten geben. das macht dann komplett depressiv. es sieht scheisse aus, wenn du auf offener bühne ums überleben kämpfen musst, während du so tust, dem alltag leicht und froh davon zu tanzen.

innen altert man, wenn man merkt, wie kurz das leben ist.

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Montag, Dezember 15, 2008

innerpersoneller darwinismus

herr ü. war nur schwer aus dem bett gekommen und hatte, nachdem er sich nicht mehr wälzen konnte, ein paar gedanken, die er aus der nacht zu retten glaubte, zu diesem zwecke mit in den tag genommen. und da war er auch schon, der unterschied zwischen tag und nacht, der in etwa genau so unermesslich gross ist wie der zwischen dem leben und dem herr ü..
auch wenn gerade der dreissig prozent hellere vollmond auf schneefelder scheint, die nacht blaulila färbt und zeigt, dass der abstand zwischen traum und unwirklicher schönheit der realität sehr klein sein kann.
herr ü. sann darüber nach, worauf eines der ihm am längsten vertrauten gefühle, nämlich das, nicht aus den träumen der nacht zu wollen, eigentlich fusst. gerade die gedankenketten des morgendlichen halbschlafes sind schön. sie verlieren sich nach ordentlichem beginn irgendwo im hirn des herrn ü.. am tag ist das ganz anders. da konzentriert sich der herr ü. aus sich heraus zu einer art springball der durch den tag hüpft und wartet explosionsartig zu expandieren und jeden raum zu füllen.
ausser wenn der herr ü. herr ü. ist. in guten momenten, verliert er sich ganz kurz in seinen gedanken und verlässt die welt auf ihrer spur. heute morgen dachte er:es haben nun mal wenige das privileg, vom in sich selbst abschweifen leben zu können.
und kurz dachte herr ü. ganz darwinistisch: wer nicht gut genug im flüchten ist, muss aufstehen und arbeiten gehen. trotzdem wird er weiter versuchen, sich selbst schreibend immer wieder aus der welt heraus zu konzentrieren. in der hoffnung auf eine implosion ab und an.
schönen tag.

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Sonntag, Dezember 14, 2008

licht über der stadt


die langsam schon eindunkelt. herr ü. ist übrigens nicht opfer einer schreibblockade sondern als teilzeitalterego seines schreibers wenig vorhanden, seit der ins lager der macher wechselte. die aktivität des beobachtenden ist eine andere. machen UND beschreiben, mal sehen ob der ü. das schafft.

Samstag, Dezember 13, 2008

schreiben als zeitkapsel

herr ü. der alte sparfuch, krisenprofiteur und aktionenjunkie (auch darin liest man älterwerden, aus dem actionjunkie wird der aktionenjunkie) schreibt jetzt auf einem tollen weissen rechner, weil die aus einem stück gefeilten aluminiumteile von der kalifornischen obstfirma modern geredet werden und die fast baugleichen aus weissem plastic günstig zu haben sind. und nun da er nach roten strapsen für sein neues notebook sucht und sich genauer im mac umfeld umschaut, tauchen ihm so wörter auf wie: time machine und time capsule. die ü`sche welt ist aus wörtern gemacht. aus wörtern und ihren fäden, den sätzen, die sich in ü.s kopf fortlaufend zu netzen und anderen denkgebilden formieren. und die meisten der synaptischen linkexplosionen in seinem kopf sind unwillkürlich, höchstens vorgespurt durch vorgängige einritzungen auf die biofestplatte. herr ü. findet biofestplatte nicht witzig, wurde diese woche aber ganz ernsthaft mit dem wort konfrontiert. und er staunt, wie auch ihm marketingwörter wie eben dieses time capsule das denken lenken.

im vergleich zum dreizehnten dezember vorigen jahres hat der herr ü. diesmal weitaus weniger zeit, sich diesem datum zu widmen, welches zu den fünf sechs von ihm am meisten geschätzten gehört. relativ gesehen hatte herr ü. vor einem jahr mehr zeit als heute. und die verwendete er um ein wenig in alte geschichten abzuschweifen. er hat diese zeit gut verwahrt in einigen ü. texten, im sich selbst sein. heute ist das wetter zu schön, um geschichten zu erfinden, ausserdem hat der herr ü. gerade viel damit zu tun, zu verarbeiten was er gerade tut und erlebt und nicht nur erfindet.
zeitkapsel

und übrigens, herr ü. ist ja jetzt erwachsen und lässt sich also zeit mit der auswahl eines neuen rechners. schon vor einem jahr hätte er