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23. November 2008 Halloween-Nachlese und mehr 3. November 2008 Harvey Kurtzman Special 26. Oktober 2008 Programmtipps 8 14. Oktober 2008 Programmtipps 7 6. Oktober 2008 Programmtipps 6 29. September 2008 Und wo bitte soll nun King Kong hin? 15. September 2008 Programmtipps 5 8. September 2008 Beliebte EinträgeTop TagsKategorienSucheStatistiken98 Artikel
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- Boylevard
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Sonntag, 23. November 2008Bengens Betriebsgeheimnisse![]() Trotz Arbeit und anderer Scheußlichkeiten habe ich es geschafft, wieder ein paar Perlen aus dem Netz zu fischen, die zumindest mir ganz gut gefielen. Aber urteilt selbst. Ich bin zu müde! I. Bengens Betriebsgeheimnisse Mit meinem Kollegen Harm Bengen verbindet mich nicht nur unsere gemeinsame Zeit bei einem großen deutschen Internetportal, sondern auch unser Verlag (und wie ich gerade sehe, der gleiche Bleistiftanspitzer). Bei der Verleihung des diesjährigen Deutschen Karikaturenpreises wurde ein kleiner Film über den umtriebigen Ostfriesen gezeigt, in dem man hinter die Kulissen des Multitalents schauen darf. Klar ist: Harm ist einer der Besten! Sein neues Buch kommt übrigens im Januar 2009. II. Retrocartoons Der Zeichner Shane Glines betreibt nicht nur die kostenpflichtige Seite »Cartoon Retro«, sondern auch einen Blog, in dem er kuriose und seltsame Illustrationen aus der schlechten alten Zeit postet, zum Beispiel ein Meisterwerk des Trashs von Reginald Heade. Die Bücher, auf denen seine Bilder abgebildet waren, bezeichnete man früher am Liebsten als »Schundromane«. Mehr davon findet man hier. III. Don' t Hassle The Hoff! Bevor ein abgetakelter Bademeister das Kürzel »Hoff« für sich beanspruchte, gab es den Cartoonisten Syd Hoff, dessen Zeichnungen in Esquire, Colliers und im New Yorker erschienen. Übrigens aß dieser Hoff seinen Hamburger stets vom Teller, statt vom Teppich. Hier findet man Cartoons aus dem Buch »Feeling no Pain« (1944). IV. Illustre Illustrationen Der schönste Blog für Freunde alter Zeichnungen ist Golden Age Comicbook Stories. In regelmäßigen Abständen werden hier alte Comics, Illustrationen und Titelbilder präsentiert. Prächtige Illustrationen alter Schule wird es wohl nie wieder geben. Besonders schöne Exemplare dieser ausgestorbenen Gattung findet man jedoch hier. Montag, 3. November 2008Halloween-Nachlese und mehr![]() Für Leute meines Jahrgangs war »Halloween« zunächst nur ein popeliger Horrorstreifen aus den 80ern. Doch inzwischen hat die Deutsche Wirtschaft den Feiertag für sich entdeckt. Wenn das so weiter geht, feiern wir vielleicht demnächst den amerikanischen Unabhängigkeitstag ... I. Hackfressen über Washington Die gruseligsten Visagen sieht man bekanntlich nicht in der Geisterbahn, sondern in der Politik. Wahrscheinlich ist dies der wahre Grund für die vorherrschende Politikverdrossenheit. Künstler Ethan Persoff nahm sich zu Halloween einige der furchterregendsten Gesichter seit Frankenstein vor. Darunter: John McCain und seine Gattin Cindy, Henry Kissinger und Ex-First Lady Laura Bush. Zehn dieser Köpfe kann man als Maske downloaden. II. Prächtige Plakate Immer wenn ich alte Filmplakate sehe, überkommt mich die Schwermut. Die heutigen Plakate bestehen meist aus formelhaft zusammengestückelten Photoshop-Dateien, die sich alle verdammt ähnlich sehen. Gerade die Plakate alter Horrorstreifen sind genau so liebevoll-trashig wie die Filme selbst. Schaurig schön. III. Sam Spade, Haarwasser-Detektiv »Der Malteser Falke« zählt zu den genialsten Detektivromanen, die die Welt gesehen hat. Ex-Detektiv Dashiell Hammett wurde durch das Buch über Nacht zum Bestsellerautor. Was weniger bekannt ist: Um seinen teuren Lebensstil zu finanzieren, vermarktete Hammett seine Romanfigur Sam Spade nach Strich und Faden. Hier tritt er als Werbeträger für Haarwasser auf! Köstlich. IV. Wie man Cartoons zeichnet 1957 erschien in der Sommerausgabe des Magazins »American Artist« ein Artikel über den amerikanischen Cartoonisten Willard Mullin, in dem gezeigt wird, wie ein Cartoon entsteht. Mullin zeichnete zu diesem Zweck seine bekannteste Figur, den Brooklyn Bum. Es ist interessant zu sehen, wie eine alte Generation von Zeichnern damals gearbeitet hat. Sonntag, 26. Oktober 2008Harvey Kurtzman Special![]() Harvey Kurtzman war nicht nur der Erfinder von Alfred E. Neumann und MAD, sondern revolutionierte mit seinem einzigartigen Stil den Humor einer ganzen Generation. Der Witz von »Saturday Night Live«, die Filme der Zucker-Brüder, die Comics von Art Spiegelman und Robert Crumb. Sie alle wären ohne Kurtzman nicht denkbar. Obwohl er ein erstklassiger Zeichner war, ist er hauptsächlich als Redakteur und Autor in Erscheinung getreten. Kurtzman ist auch dafür verantwortlich, dass sein damaliger Assistent Terry Gilliam seinen zukünftigen Monty Python-Kollegen John Cleese traf. Der Rest ist, wie man so schön sagt, Geschichte. Für »Playboy« steuerte Kurtzman über zwanzig Jahre lang die Layouts und Texte der Comicsatire Little Annie Fanny bei. Hier ein paar Glanzlichter seiner langen Karriere: I. Kurtzmans kleine Welt Auf der wunderbaren Website der Kurtzman-Familie kann man die größte Sammlung von Originalen des Meisters bestaunen, die das Internet zu bieten hat. Interessant sind vor allem die Skizzen für zahlreiche Titelbilder. Für Kurtzman-Einsteiger sowie für Hardcore-Fans ein Muss! II. Kurtzman, der rasende Reporter Für das Magazin »Esquire« besuchte Kurtzman in den späten 50ern die Dreharbeiten einiger populärer TV-Shows und Filme, um in Comicform darüber zu berichten. Hier schaute er sich am Drehort eines Streifens mit James Cagney um, der in Irland produziert wurde. Diese Form der Berichterstattung war damals eine absolute Novität und zeigt Kurtzman auf dem Höhepunkt seines bemerkenswerten Könnens. Leider trat er in späteren Jahren immer seltener als Zeichner in Erscheinung. Deshalb sind die wenigen Beiträge, die er ohne Mitarbeiter verfasste, heute umso wertvoller. III. Kurtzman, der charismatische Chefredakteur Fast zwanzig Jahre nach Kriegsende bat Harvey Kurtzman, damals Chefredakteur des Satireblatts »Help!«, seinen alten Freund, den Cartoonisten Arnold Roth, einen Reisebericht über Deutschland, den einstigen Feind, zu zeichnen. Auf dem Höhepunkt des kalten Krieges beschäftigte die Teilung Berlins und deren Folgen die ganze Welt. Roth besichtigte die Berliner Mauer, Nazis mit Gedächtnisschwund und die damals vorherrschende Männerknappheit Deutschlands aus nächster Nähe. Das Ganze erschien 1963. Dienstag, 14. Oktober 2008Programmtipps 8![]() Alle, die mir schon immer mal persönlich sagen wollten, was sie von meinen Cartoons halten, haben nächte Woche wieder die Gelegenheit dazu. Von Dienstag bis Freitag bin ich nämlich auf der Frankfurter Buchmesse. Da ich bestimmt öfter beim Lappan-Stand vorbeischauen werde, um Freigetränke abzugreifen, ist die Chance groß, mich dort anzutreffen. So wenig Zeit, so viel zu tun. Die Tage werden leider immer kürzer - genau wie meine Texte für diese Website. Trotzdem hier wieder einige Links, um uns durch die Woche zu bringen. I. Unsterbliche Zahnlücken Echte Kunstwerke waren die Covergemälde des Zeichners Norman Mingo. Am bekanntesten sind seine Titelbilder für das amerikanische Satiremagazin MAD. Kein anderer hat MAD-Maskottchen Alfred E. Neumann so liebevoll verewigt. Hier eine keine Auswahl der schönsten Cover aus den 50ern. II. Rauchende Comics Irgendwie vermisse ich die Zigarettenreklame. Für alle, denen es auch so geht, habe ich hier ein paar Werbecomics der Marke Camel, die damals (man staune) nicht nur von Abenteurern, sondern auch von Frauen konsumiert wurde. III. Cartoon-Kurs Selbst bei Disney-Zeichnern liegen sie herum, die legendären Lehrbücher von Preston Blair. Es sind nun mal die besten, die es gibt. Blair ist jener Zeichner, der die abgedrehten Cartoons von Altmeister Tex Avery animierte. Sexy Tanzmädchen oder verrückte Eichhörnchen - Blair konnte alles perfekt zu Papier bringen. Später schrieb er eine Reihe brillanter Lehrbücher über das Zeichnen. Wer sich für so etwas begeistern kann, sollte unbedingt diesen Link anklicken. IV. Nagelnde Pornostars Pornos ohne Sex? Wie so etwas aussieht, kann man hier betrachten. Regisseur James Gunn stellte in »PG Porn« klassische Situationen des Porno-Films mit echten Pornostars und einem seriösen Schauspieler dar. Allerdings mit dem Unterschied, dass es in seiner Version nie zum Äußersten kommt. Der Kurzfilm »Nailing Your Wife« endet deshalb ganz anders, als der zweideutige Titel vermuten lässt. Montag, 6. Oktober 2008Programmtipps 7![]() Da Lesen so gar nicht zum Zeitgeist passt, habe ich diesmal ein paar Filmchen, die unseren geistigen Horizont garantiert erweitern werden - und wenn es nur ein paar Zentimeter sind. Es ist ja nur zu unserem Besten ... I. Nobody's Paul Einer der schönsten Filme mit dem unvergleichlichen Paul Newman ist mit Sicherheit die 1994 entstandene Kleinstadtballade »Nobody's Fool«. Die Geschichte eines in die Jahre gekommenen Verlierers, der bei seiner alten Lehrerin zur Untermiete wohnt, ist ein wahres Juwel und einer meiner absoluten Lieblingsfilme. Leider wurde er damals kaum beachtet. Zu unrecht. In dieser Version kann man sogar Newmans knarzige Originalstimme hören. II. Zeichnende Zeichner Ich selbst mag es gar nicht, wenn mir die Leute beim Zeichnen über die Schulter schauen. Die Comiczeichner John Romita, Bill Sienkievicz, Joe Kubert und John Buscema sind da weniger scheu und lassen sich sogar dabei filmen. Sie sind halt Könner, die ihr Metier perfekt beherrschen. Wer sehen will, wie ein echter »Spider-Man« ensteht, ist hier goldrichtig. III. Tölpelige Talkshow Hosts Wer »Stromberg« liebt, sollte sich unbedingt alle Folgen der »Larry Sanders Show« ansehen, so lange sie noch online sind. Die Serie, die hinter die Kulissen einer fiktiven Late Night Show blickt, wartet mit hochkarätigen Gaststars auf, die sich mit ätzendem Witz selbst persiflieren. Bei uns liefen ein paar Folgen im Spätprogramm. Leider ohne Erfolg. Die Serie »Anke« versuchte das Konzept zu kopieren, ohne jedoch die Schärfe und Brillanz des Originals zu erreichen. Hier einige Minuten aus der letzten Folge, die mit einer schauspielerischen Meisterleistung endet. IV. Früher Corben Der Underground-Zeichner Richard Corben ist besonders durch seine Darstellung nackter Frauen mit üppigen Brüsten bekannt geworden. In den Siebzigern wurde er dafür von Frauenrechtlerinnen gescholten. Aufmerksamkeit erregte auch sein Plattencover für Meat Loafs »Bat Out Of Hell«. Nachdem er begann seine Helden mit Kleidung auszustatten, verließ ihn leider der Erfolg. Dabei ist er einer der wenigen Zeichner, denen man das Prädikat »visionär« anheften möchte. Sein wichtigstes Werk ist noch immer der Comic-Roman »Neverwhere«. Nur Wenige kennen den gleichnamigen Film, den Corben bereits 1968 fast ganz allein animierte. Montag, 29. September 2008Programmtipps 6![]() I. Neu im Handel: 25 Jahre Lappan 25 Jahre Lappan sind über den Daumen gepeilt etwa 20.000 veröffentlichte witzige Zeichnungen. Gezählt haben wir sie nicht, aber wir haben sie uns angesehen, um die Besten für diese einmalige Sonderausgabe auszuwählen! Eine ungewöhnliche Cartoon-Sammlung der Lappan-Autoren, von denen viele zu den bekanntesten und erfolgreichsten Cartoonisten zählen, ist dabei herausgekommen. II. Die Fliege - die Oper Bis zum 27. September 2008 konnte man in Los Angeles die schrägste Oper aller Zeiten sehen: »The Fly« - frei nach dem legendären Horrorstreifen aus den 50ern. Komponiert wurde das Werk von Oscar-Preisträger Howard Shore (»Herr der Ringe«), dirigiert von Placido Domingo und inszeniert von David Cronenberg, der schon in den 80ern das berüchtigte Ekel-Remake des Films auf die Leinwand bannte. Hier ist die offizielle Homepage. III. Böse Frauen Der amerikanische Cartoonist Virgil Partch (alias VIP) fing wie so viele seiner Zeitgenossen bei Walt Disney an. Dort wurden alle Zeichner dazu angehalten, ihre Figuren mit vier Fingern auszustatten, weil dies niedlicher aussah. Als Partch später seine eigenen Cartoons zeichnete, malte er seine Strichmännchen oft mit zwölf Fingern oder mehr. »Als Ausgleich für Disneys Verbrechen gegen die Anatomie«, begründete er diesen Schritt. Hier ein Frühwerk des Meisters. IV. Alte Barbaren Wer bei »Conan, der Barbar« gleich an Arnold Schwarzenegger denkt, sollte sich diese Bildergalerie mit frühen Conan-Titelbildern ansehen, von denen das erste 1932 erschien. Interessant, wie sich das Aussehen des Helden über die Jahrzehnte entwickelte, bis Frank Frazetta ihm in den 60ern den endgültigen Schliff gab. V. Mad Harvey Das Satireblatt MAD kennt jeder - was man von Mad-Erfinder Harvey Kurtzman leider nicht sagen kann. Obwohl Kurtzman ein genialer Zeichner war, existieren nur wenige Geschichten, die er ganz allein zu Papier brachte. Meist ließ er seine Skizzen von anderen Zeichnern bearbeiten. Hier ist ein Artikel, den er 1949 für das US-Magazin Varsity illustrierte - zur Abwechselung ganz allein. Montag, 15. September 2008Und wo bitte soll nun King Kong hin?![]() In der letzten Woche wurden wir wie in den vergangenen sieben Jahren an die Terroranschläge in New York erinnert. Die Filme von damals sind noch immer erschütternd. Allerdings hat man beim Betrachten der Bilder inzwischen das Knabberzeug und die Dose Bier neben sich. »Ist es schon so lange her?«, fragte neulich ein Freund am Telefon. Wir erinnern uns: Im Herbst 2001 setzten die meisten Journalisten die Anschläge mit dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbour gleich und warteten mit der euphorischen Hysterie von Lemmingen auf die Apokalypse. Es gab sogar Publizisten, die vermuteten, dass New Yorks Bürgermeister Giuliani und George W. Bush nun den Status von Idolen erlangen. Ein Reporterin, die mich im Herbst 2001 interviewte, war so besessen von dieser Idee, dass sie mir die entsprechenden Worte in den Mund legte. Egal. Inzwischen ist Giuliani wieder in der Versenkung verschwunden - genau wie demnächst Bush. Und das ist gut so. Was die Journalisten dagegen nicht zeigten: Als die Nachricht von den Terroranschlägen im Wolfsburger Volkswagenwerk verlesen wurde, gab es von einigen türkischen Bandarbeitern spontanen Applaus. Der Hass auf Amerika sitzt tief. Die Attentäter haben eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, deren Ausgang niemand abschätzen kann. Natürlich weiss ich noch, wie ich von den Terroranschlägen in New York erfuhr. Ich weiss auch noch, wie ich Jahre vorher von der Ermordung John Lennons hörte. Beides waren Ereignisse, die mich fassungslos machten. Während der Tod des Ex-Beatles eine Tragödie war, die man nachvollziehen konnte, wirkten die Ereignisse des 11. Septembers so realitätsfern wie ein gigantischer Special Effect aus dem Computer. Dank Enya gab es sogar einen schmalzig-schönen »Soundtrack zur Katastrophe«. Das World Trade Center war für mich untrennbar mit der »King Kong«-Neuverfilmung von 1976 verbunden. Mein erster Gedanke lautete daher: »Falls man nun einen neuen »King Kong« dreht, auf welches Gebäude soll der arme Affe nun klettern?« Only time will tell ... Montag, 8. September 2008Programmtipps 5![]() Da ich gerade an einem neuen Buch arbeite, habe ich nicht die Zeit, jede Woche neue Kolumnen zu schreiben. Zum Ausgleich gibt es hier wieder Kurioses, Merkwürdiges und Seltsames aus den Untiefen des virtuellen Raumes. I. Diese Chinesen! Fast noch passend zur Olympiade: Was ist schlimmer als das menschenrechtsverletzende Regime in China? Das menschenrechtsverletzende Regime in Amerika natürlich! So ähnlich denken zumindest linientreue chinesische Cartoonisten. Hier eine kleine Galerie anti-amerikanischer Cartoons aus China, die in den Jahren 1958-1960, also auf der Höhe des kalten Krieges entstanden. II. Edds Aliens Edd Cartier ist wohl der letzte noch lebende Coverkünstler aus dem goldenen Jahrzehnt der Schundromane. Als Illustrator der Kult-Serie »The Shadow« wurde er zumindest in Amerika ein Begriff. In dem Buch Travelers of Space - The Intersteller Zoo, das 1951 erschien, präsentiert er eine Galerie farbenfroher Aliens, die wirklich außergewöhnlich ist. Cartier illustrierte übrigens auch 23 Geschichten des späteren Sektengründers L. Ron Hubbard, als dieser seine Kröten noch als Schreiber trashiger Science Fiction-Romane verdiente. III. Veraltete Zukunftsvisionen Was waren das für Zeiten, in denen sich die Menschen noch auf die Zukunft gefreut haben! Städte auf dem Mond, glänzende Raumschiffe und Autos mit riesigen Heckflossen! Inzwischen sehen wir der Zukunft fast nur noch mit einer Mischung aus Angst und Pessimismus entgegen. Hier eine kleine Auswahl futuristischer Vehikel, die mehr über die Vergangenheit aussagen, in der sie entstanden, als über unsere Zukunft. Montag, 1. September 2008Programmtipps 4![]() Kann sich jemand vorstellen, welche Willenskraft es kostet, diese Zeilen zu tippen, obwohl draußen die Sonne scheint und Horden gepiercter, bauchnabelfreier Girlies durch die Stadt stöckeln? Neben mir liegt schon die frisch gebügelte Badehose, die nur darauf wartet, mit mir in den nächsten Baggersee zu springen. Sei's drum: Erst kommt die Pflicht, dann das Vergnügen! In der DDR wäre ich für solchen Eifer bestimmt zum Helden der Arbeit ernannt worden. I. Die Welt ist eckig! Wer seinen Kindern keine Barbie kaufen kann, weil die Preise für Bier und Heroin in letzter Zeit so angestiegen sind, findet auf der Website von Cubeecraft eine preiswerte Alternative. Kostenlose Bastelbögen von Figuren wie Batman, Kermit oder Indiana Jones warten darauf, heruntergeladen und mit Schere und Kleber in handliche Pappkameraden verwandelt zu werden. II. Der falsche Chinese 1925 erfand der amerikanische Schriftsteller Earl Derr Biggers den unverwüstlichen Detektiv Charlie Chan. Die Romane, Filme und Comics um den cleveren Asiaten lösten damals einen regelrechten Boom aus. Peinlich ist die Tatsache, dass Hollywood bis heute noch nie einen Asiaten für diese Rolle castete. Trotzdem hat die Figur einigen Charme. Die Charlie Chan Family Fansite bietet viel Wissenswertes um den legendären Kriminologen. III. Kannibalen-Kaschemme Gahan Wilson ist unter den Cartoonisten der Experte für Horror und Abseitiges. Kein Wunder, dass der Zeichner sogar einen Kurzauftritt in einem der Zombie-Filme von George Romero absolvierte. 1992 drehte Wilson einen eigenen kleinen Film, der den Ton seiner Cartoons perfekt wiedergibt. Diner ist die Geschichte eines hungrigen Mannes, der eine schreckliche Entdeckung macht, die ihm glatt den Appetit verdirbt. Für Vegetarier ein Muss! Montag, 25. August 2008Programmtipps 3![]() Elender Sommer! Verleitet uns doch glatt zu langen Grillabenden, Besuchen am Badesee oder zum gelegentlichen Glas Wein im Garten. Und überall lauern Hautkrebs, Zeckenbisse und Fußpilz. Wo wir doch am heimischen Computer viel sicherer aufgehoben wären! Egal! Um uns alle auf die langen dunklen Herbsttage vorm Rechner einzustimmen, habe ich hier ein paar Links, die unsere vom Sommer verweichlichten Mausfinger trainieren werden. I. Bilder aus der Vergangenheit Seit vielen Jahren kämpft die Holocaustüberlebende Dina Babbitt darum, jene Gemälde zurück zu bekommen, die sie einst im Konzentrationslager malte. Die Bilder befinden sich heute im Auschwitz Museum, wo sie zu den eindringlichsten Exponaten der Gedenkstätte zählen. Der historische Wert dieser Gemälde sei weitaus bedeutender als die Eigentumsrechte der 84jährigen, argumentiert das Museum. Die Comic-Veteranen Neal Adams, Joe Kubert und Stan Lee sind anderer Meinung und haben nun ein sechsseitiges Pamphlet in Comicform erstellt, das Dina Babbitt endlich zu ihrem Recht verhelfen soll. II. Pappige Plattenteller Für alle, die ihre antike Schallplattensammlung nicht mehr hören können, da der Plattenspieler den Geist aufgegeben hat, gibt es jetzt eine kostengünstige Lösung. Der Tüftler Simon Elvins bastelte einen Plattenspieler aus Pappe, der ganz ohne Strom funktioniert. Als Verstärker dient ein Trichter, an dem eine Nadel angebracht ist. Damit sich der Plattenteller dreht, muss gekurbelt werden. Partytauglich ist er allerdings nur für ganz leise Menschen. III. Der Proto-Superman Mit ihrem Comichelden »Superman« schrieben Autor Jerry Siegel und Zeichner Joe Shuster Geschichte. Jetzt fanden die Erben Siegels ein paar verwitterte Fotokopien, die belegen, dass es bereits eine frühere Version Supermans gab. Statt des jungen Shuster führte hier ein Profi namens Russel Keaton den Zeichenstift. Und auch die Geschichte unterscheidet sich in wesentlichen Elementen von der Version, die wir alle kennen. Ein interessanter Fund. IV. Orsons Ohrwürmer Die goldene Zeit des Radios erlebte ihren Höhepunkt, als Orson Welles mit seinem Hörspiel »Krieg der Welten« 1938 ganz Amerika in Angst und Schrecken versetzte. Das Multitalent Welles war danach ein gemachter Mann. Auf der Website The Mercury Theatre on the Air kann man sich selbst ein Bild von der sagenumwobenen Produktion machen. Dazu gibt es Aufzeichnungen weiterer Radiohörspiele, die ebenfalls von Welles populärer Truppe umgesetzt wurden. Im Jahrhundertwerk Citizen Kane konnte Amerika dann endlich die Gesichter der Radiogrößen sehen.
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Kommentare
19.05.2008 12:11
Wer ist Bruno Jonas? Nein, Sch erz beiseite. Ich glaube [...]
09.05.2008 20:43
Dichtung und Wahrheit - diesma l nicht von Goethe (v)erfasst.
19.04.2008 13:45
Wir waren faul, haben abgeschr ieben, abgeguckt, vorges [...]
17.04.2008 11:21
Der Artikel weckt die Lust zum Stbern in der "Oldie Pl [...]
18.03.2008 21:00
Leipziger Allerlei - ein aroma tischer Appetitshappen a [...]